Wenn Krankenkasse Medikament nicht zahlen will!

Ein Artikel in der Kronenzeitung - Ausgabe vom 04.05.2013 - gibt zu denken! 
                                                                                                                                        
Artikel hier als PDF

 

Frau K. lebt seit 1995 mit Multiple Sklerose. Mit dem Medikament "Fampyra" nahm die Kraft in ihren Beinen und somit die Gangleistung deutlich zu. Nicht nur ihr Gangbild ist sicherer geworden, auch die Entleerungsfunktion der Harnblase hat sich deutlich gebessert.

Tolle Sache würde man meinen - ist auch so - aber die Krankenkasse schiebt dem Ganzen einen Riegel vor. Es ist nicht wichtig dass "Fampyra" solche positiven Erfolge bringt, nein es zählt nur negativer Bürokratismus und nicht der Mensch!

Fazit: Die Krankenkasse übernimmt die Kosten nicht!

Kein Einzelfall - auch unsere Mitglieder hatten bereits Probleme dieser Art!
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WOHIN MIT UNSEREN SORGEN?

Wir wenden uns an den Arzneimittel-Ombudsmann!

Broschüre von
Arzneimittel-Ombudsmann

(bitte Bild anklicken)

Anfrage an
Arzneimittel-Ombudsmann

(bitte Bild anklicken)

 

Um eine Chance auf eine Bewilligung, trotz bereits vorhandener Ablehnung, zu erhalten, müssen wir einige Punkte beachten:

  1. Vorab evtl. mit dem Arzneimittel-Ombudsmann der Kronenzeitung in Kontakt treten.
     
  2. Von der zuständigen Krankenkasse einen formellen Bescheid über die Ablehnung erwirken. Eine bloße Mitteilung per ABS (Arzneimittel-Bewilligungs-System) an den Arzt ist keine gültige Grundlage für eine Anfechtung. Ein einfacher Brief vom Versicherten/Betroffenen an den zuständigen Krankenvesicherungsträger mit dem Ersuchen, einen Bescheid auszustellen, genügt. Die Versicherung ist verpflichtet diesen Bescheid auszustellen

    hier ein Musterbrief "Bescheidaufforderung"

     
  3. Mit dem Bescheid in der Hand können wir innerhalb von 4 Wochen nach Zustellung beim zuständigen Arbeits- und Sozialgericht Klage einbringen. Wir können auf diesem Weg die abgelehnte Leistung einfordern. Der Weg über das Arbeits- und Sozialgericht bedeutet, dass für den Kläger (Versicherten/Betroffenen) - im Unterschied zu einem Verfahren vor einem anderen Gericht - keine Kosten entstehen. Auch dann nicht, wenn der Kläger (Versicherte/Betroffene) das Verfahren verlieren sollte. Auch die Klage ist per einfachem Brief möglich.

    hier ein Musterbrief "Einreichung einer Klage"

 

Diese Informationen stammen von der Kronenzeitung - nachzulesen auf der Web-Seite:
http://www.krone.at/Gesund-Fit/Musterbriefe-ArzneiOmbudsman-Story-54154